Unseriös und dreist
Ich habe eine sehr ähnliche Erfahrung gemacht, wie sie hier schon beschrieben wurde.
Ich hatte auf Reddit eine Frage zum Referendariat gestellt und wurde daraufhin von einer angeblichen Studentin angeschrieben, die vorgab, sie würde mit derselben Fächerkombi wie ich ebenfalls bald ins Referendariat gehen und man könne sich ja austauschen.
Leider gab ich ihr meinen WhatsApp-Kontakt. Sie hatte kein Profilbild und schrieb mir auch erst nach mehrmaligem Nachfragen, dass sie "Tina" hieße.
Zum Thema Ref und Staatsexamen gab sie entweder ausweichende Antworten oder solche, die klar machten, dass sie weder wirklich Studentin oder zukünftige Referendarin sein konnte. Als ich sie bspw. zum Test fragte, wie eine bestimmte Prüfung bei ihr gelaufen war, meinte sie, "ganz gut", obwohl die betreffende Prüfung noch gar nicht stattgefunden hatte.
Dafür war ihr ein Thema besonders wichtig und zwar das Thema Krankenversicherung. Da fragte sie mehrmals nach, ob ich denn schon privat versichert sei und sie habe ja glücklicherweise einen ganz tollen "Familienberater", der ihre Lehrer-Eltern ebenfalls betreue und dank dem bei ihr auch schon alles geregelt sei.
Laut diesem Berater dürfe man "auf keinen Fall" zu folgenden Versicherungen gehen, woraufhin sie ca. 10 bekannte PKVs aufzählte, denn die seien sehr schlecht. Als ich fragte, bei welcher sie denn nun versichert sei, meinte sie, das habe sie leider vergessen. Aber der Familienberater könne mir sicher gerne weiterhelfen, das sei auch kein Problem für ihre Eltern (sehr großzügig).
Am selben Abend wurde ich von Clemens Baron angeschrieben, der einen Termin für ein Telefonat/Beratungsgespräch ausmachen wollte. Als ich diese Nachricht ignorierte, schrieb mir Tina einige Tage später nochmal, ob sich denn der Versicherungsberater schon bei mir gemeldet hätte.
"Tina" hat ihre WhatsApp-Nummer mittlerweile gelöscht, Screenshots vom Chat habe ich aber immer noch.
Man kann nur spekulieren, wer sich hier offenbar mehrmals über Jahre (mit Bezug auf eine andere Bewertung weiter unten aus dem Jahr 2023) als verschiedene junge Frauen ausgibt, um sich das Vertrauen von zukünftigen Referendaren zu erschleichen.
"Tina" war jedenfalls nicht, wer sie vorgab, zu sein. Wie man auf so maximal unseriöse und dreiste Art und Weise auf Kundenfang gehen kann, finde ich schon bemerkenswert.
Obwohl Clemens Baron, wie er unten schreibt, "leider keinen Einfluss darauf hat, wer ihn alles weiterempfiehlt" (paraphrasiert), ist es schon ein wenig seltsam, wie viele solche (sicher nur auf eigene Faust handelnden) Mandanten mit wenig integeren Absichten sich auf Lehrerplattformen herumtreiben.
12 février 2026
Avis spontané