Laut Bank ist das Haus 25% weniger wert, als wir bezahlen
TL;DR: Wir haben mit Viebrock gebaut. Abläufe gut, Haus qualitativ okay, Preis viel zu hoch.
- Nachdem die Bank die Details zum Haus geprüft hatte, wurden die Konditionen für unseren Kredit verschlechtert. Begründung: Im Haus ist wesentlich weniger Wert verbaut, als es kostet. Uns wurde von der Bank klar und deutlich gesagt, dass wir 100K (25%) zu viel bezahlen.
- Böden uneben, überall Baumüllreste nicht Besen rein, Wasserschaden erst nicht verstanden und dann nicht vollkommen repariert
Was wir jedoch am Unangenehmsten und nicht in Ordnung fanden, war, wie sich Viebrock einen "Konjunkturzuschlag" von 1% von uns erpresste. Der Konjunkturzuschlag ist im Dokument “Festpreisangebot” aufgeschrieben, welches schlicht die Dokumentation der Verkäufer ist, um Festzuhalten, über welche Leistungen gesprochen wurde und welche Extras oder Erstattungen sich der Kunde wünscht. Dieses Festpreisangebot wird nicht unterschrieben und ist auch keine Anlage des Vertrags mit Viebrockhaus AG - zu unserer Zeit ist das Dokument weder im Vertrag noch in den Anlagen erwähnt. Der Konjunkturzuschlag im Festpreisangebot lautet wie folgt: „Aufgrund von anhaltenden Lieferengpässen bei diversen Baumaterialien wird nachstehende Änderung des §3 Abs. 2 Satz 2 - 4 des Werkvertrages vereinbart” und wird fällig, wenn der Bau über 12 Monate nach Vertragsunterschrift beginnt. (Wie gesagt, das Dokument wird nicht unterschrieben). Es wurde uns verbal und schriftlich vom Verkäufer bei Viebrock bestätigt, dass Lieferengpässe von Baumaterialien für genau unser Haus bei Viebrock nicht bestehen - die Lager seien voll. Es bestand daher gar keine Grundlage den Zuschlag in Rechnung zu stellen. Schon auch unseriös ein Jahr vor dem Baustart festzulegen, dass es Lieferengpässe geben wird. Was ist im Detail passiert? Viebrock hat auf unsere Akzeptanz bestanden, weil wir daran Schuld gewesen sein sollen, dass der Bau erst nach 12 Monaten begann. Es ging hier darum, dass das Grundstück nicht von allen Bäumen geräumt war. Die Lieferengpässe waren dann gar keine Thema/ Argumentation mehr. Wir haben uns entschieden, dass wir die Bäume selber fällen - Viebrock wollte 10K haben, Baumfäller 4K. Dazu braucht man vom Amt eine Fällgenehmigung, die man aber nur nach erteilter Baugenehmigung nach Bauantrag erhält. Der Bauantrag wurde von Viebrock im April gestellt und im Juli genehmigt. Innerhalb der Vegetationsperiode (März - Sept) stellt unsere Gemeinde keine Sondergenehmigungen für das Fällen aus. Darauf haben wir Viebrock früh hingewiesen und gedrängt, den Bauantrag noch im Dezember oder Januar zu stellen, damit wir die Bäume noch vor dem Beginn der Vegetationsperiode fällen können. Das konnten sie nicht; die Behörden würden dann eine Sondergenehmigung erteilen, “das klappt sonst immer”. Unterm Strich, Viebrockhaus AG hätte die Fällung der Bestandsbäume selbst auch nicht früher durchführen können. In einem Eskalationsgespräch mit einem Vorstandsmitglied sagte dieser dann “Sie sind für das Fällen zuständig" und sah keinerlei Verantwortung bei Viebrock. Unsere Anwältin aus der Baubranche konnte uns garantieren, dass das alles so überhaupt nicht rechtens ist und wir den Zuschlag niemals bezahlen müssten. Wir fühlten uns gezwungen ihn zu bezahlen, weil das Vorstandsmitglied einfach drohte: “Wir können das Thema über die Anwälten klären, dann pausieren wir erstmal den Baustart bis wir eine Lösung haben. Für einen neuen Baustart müssen sie sich dann hinten anstellen und da sind wir jetzt gerade schon 8 Monate in der Zukunft.” Alles in Allem haben wir ein solides Haus bekommen, was, von Experten der Bank bestätigt, über 20% zu teuer war. Die ganze Konjunkturzuschlag-Geschichte hinterlässt einen sehr schlechten Beigeschmack bei uns und zeigt eine schwache Kundenorientierung von VBH. Aus diesen beiden Gründen, und dieser offensichtlichen Gier des Unternehmens, empfehlen wir Viebrockhaus nicht.